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Mein Verständnis von Yoga

Mein heutiger Blick auf Yoga partizipiert zu grossen Teilen die Sichtweise des anusara-Yoga und des integralen Yoga des Sri Aurobindo. Einige Kerngedanken aus meiner Sicht dazu sind:

> Yoga hat eine sehr viel weitere Perspektive als die alten, traditionellen Yoga-Systeme, in denen es vorwiegend darum ging, sich vom Rad der Wiedergeburten zu befreien. Integral bedeutet wörtlich, etwas zur Ganzheit zu führen.

> Grundlage ist die Selbst-Erkenntnis, dass in Wahrheit alles göttlich und heilig ist.

> Es geht um individuelle Erfahrung, der Weltzuwendung, der Ergreifung der „Realität“ hier auf der Erde. Hierzu benötigst du ein rechtes Verständnis der in der spirituellen Szene so unterschiedlich aufgefassten Begriffe „Realität“ und „Illusion“. Für mich wichtig zu verstehen: Beides ist wirklich!

> „Alles Leben ist Yoga“ (einer der zentralen Sätze Sri Aurobindos)

> „Unter Yoga verstehen wir das methodische Bemühen zur Selbstvollendung zu gelangen, indem wir alle Kräfte und Anlagen, die in unserem Wesen verborgen sind, zum Ausdruck bringen.“ (Sri Aurobindo)

> Anusara-Yoga wurde 1997 in den USA von John Friend entwickelt. Ziele sind eine gesunde Haltung von innen und das sehr anusara-logogenaue Ausführen der asanas (ähnlich wie im Iyengar-Yoga), um Körper und Geist in Konzentration zu bringen. Der Name Anusara (Sanskrit: anusara Adj.in Gnade fließend, nachfolgend, sich nach etwas richtend„) wird frei interpretiert als „deinem Herzen folgend“, „in der Natur fließend“.

> Die Grundausrichtung des Anusara-Yoga von liegt „in einer tantrischen Philosophie der inneren Güte begründet“.

> „The 3 A’s“ des Anusara-Yoga sind

  1. Attitude (Haltung): treibende Kraft hinter jeder Handlung oder des Ausdruckes in einer Asana
  2. Alignment (Ausrichtung): das Bewusstsein und die Achtsamkeit, das die verschiedenen Teile von uns integriert und verbunden sind. Die Prinzipien der universellen Ordnung im Anusara-Yoga sind Verfeinerungen dieses Grundsatzes.
  3. Action (Handlung): der natürliche Energiefluss im Körper, durch den Stabilität und freudvolle Freiheit gewahrt werden.

> Anusara-Yoga feiert die Vielfalt und betont gleichzeitig die Einzigartigkeit jedes Menschen und seine individuelle Form seiner Yoga-Praxis.

Anusara-Yoga in der Praxis:
> 5 UPA’s (universal principles of alignment): Im Iyengar-Yoga werden die asanas anhand eines präzisen alignments (Ausrichtung) geübt. Auch im Anusara-Yoga gilt ein Fokus dem alignment. Anstelle von „der korrekten Form“ im Iyengar-Yoga gelten im Anusara-Yoga jedoch Prinzipien. Die Umsetzung der Prinzipien führt zu mehr Freiheit in der individuellen Ausführung des Einzelnen. Die 5 UPA’s (original in englisch, manche Dinge lassen sich leider nicht so einfach übersetzen, Beispiel: „open to grace“ -> „öffne dich der Gnade“, nur die „halbe Miete“ finde ich):

  1. set the foundation & open to grace
    (inner body bright, …)
  2. muscular energy
    (draw to the midline, …)
  3. inner spiral
    (widening the back body, … / narrowing the back body, … – „shins in, tighs out“)
  4. outer spiral
    (contracting the back body => Focus to the front part of the body, the individual self)
  5. organic energy
    (expand away from the midline, …)

> Neben dem alignment gelten im Anusara-Yoga die weiteren Foki auf deinen Genuss, deiner spielenden Ausführung, deiner Herzöffnung und deinem individuellen Selbstausdruck!

Mehr zu Ansuara-Yoga hier folgt in Kürze.

Mehr zu Anusara-Yoga:
anusara-logo

 

weitere Artikel zum integralen Yoga im Blog:
[News-Blog] / Yoga/Meditation / Sri Aurobindo trifft Rudolf Steiner
[News-Blog] / Yoga/Meditation / Der Integrale Yoga des Sri Aurobindo (I)
[News-Blog] / Yoga/Meditation / Der Integrale Yoga des Sri Aurobindo (II)

weitere Artikel zu anusara-Yoga im Blog:
folgt in Kürze